verkürbissung....

"DER KÜRBIS WAR BEI DEN GRIECHEN UND RÖMERN SYMBOL FÜR EINEN DUMMKOPF, WEIL ER INNEN HOHL IST." - Hartmut Krones, Professor für Musikalische Stilforschung an der Musikuniversität Wien über den KÜRBIS im Zusammenhang mit der PARODIE des SENECA über die VERGÖTTLICHUNG des toten Kaisers Claudius

APOCOLOCYNTOSIS (griech. 'VERKÜRBISSUNG') nennt sich eine eine anonym veröffentlichte SATIRISCHE schmähschrift die dem römischen literaten SENECA zugeschrieben wird. sie war gegen den römischen kaiser TIBERIUS CLAUDIUS DRUSUS NERO GERMANICUS gerichtet.
in seinem von hass erfülltem, aber dennoch witzigem werk APOCOLOCYNTOSIS (VERKÜRBISSUNG = VERÄPPELUNG), greift, wie auf wikipedia nachzulesen ist, Seneca Claudius wahrscheinlich deswegen an, "um sich für das unter seiner Regierung erlittene Unrecht zu rächen. Grund für die Verfassung der 'KÜRBISWERDUNG DES CLAUDIUS' war wohl vor allem ebenjene tiefe persönliche Abneigung Senecas gegenüber Claudius (seine Verbannung durch Claudius und Messalina). Ebenso sollten mit der Schrift jedoch auch die Erbansprüche des Nero bestärkt werden, die durch dessen direkte Verwandtschaft mit Augustus begründet sind. Dies erklärt die hervorgehobene Stellung des Augustus innerhalb der Schrift. Dieser verwehrt letzten Endes Claudius die VERGÖTTLICHUNG (Apotheosis, vgl. Wortspiel im Titel).Inhaltlich geht es darum, dass Claudius aus dem Leben scheidet, zum Gott erklärt wird und schließlich in den Himmel gelangt. Dort weiß man jedoch nichts mit ihm anzufangen, so dass er sich schließlich in der Unterwelt wiederfindet, wo ihm dann der Prozess wegen seiner Vergehen gemacht wird."
SENECA "befasste sich mit Fragen der rechten Lebensführung, insbesondere der Ethik. Er sah die Gelassenheit als oberste Tugend an: "Das höchste Gut ist die Harmonie der Seele mit sich selbst." Neben Marc Aurel und Cicero zählt er zu den wichtigsten Vertretern der römischen Stoa. Die Vernunft bezeichnete er als "Teil des göttlichen Geistes, versenkt in den menschlichen Körper"....Sklaven bezeichnete Seneca als Mitmenschen. Sein Grundsatz lautete: "Behandele deinen Untergebenen so, wie du von deinem Vorgesetzten behandelt werden möchtest. Sei mild zu deinem Sklaven, geh auch freundschaftlich mit ihm um, ... hole seinen Rat ein, bitte ihn an deinen Tisch... . Sie (Sklaven) sind nicht unsere Feinde, wir machen sie erst dazu." Seneca gehört damit zu den wenigen Denkern der Antike, die sich kritisch mit der Sklaverei auseinander gesetzt haben. Frauen hielt Seneca nicht für geistig erwachsene Menschen und stellte sie auf eine Stufe mit Kindern. "So ist der Zorn vor allem eine Untugend von Frauen und Kindern. ... Ja, auch Männer haben kindische und weibische Charakterzüge." Die römische Sitte, "missgestaltete" Kinder nach der Geburt zu töten, bejahte er ausdrücklich. Seneca betrachtete sich selbst als unvollkommenen Weisen: "Ich preise das Leben, nicht wie ich es führe, sondern wie ich weiß, dass es geführt werden muss." Im Unterschied zu griechischen Vertretern der Stoa stand er Gefühlen nicht grundsätzlich ablehnend gegenüber. Jedoch riet er, Zornesausbrüche zu meiden: "So ist der Zorn vor allem eine Untugend von Frauen und Kindern. (...) Ja, auch Männer haben kindische und weibische Charakterzüge." Ebenso müssten andere Affekte und Leidenschaften wie Lust, Unlust, Begierde und Furcht überwunden werden. Erstrebenswert und erlernbar seien hingegen Gefühle von Glück und Freude. Glücklich sei nicht derjenige, der über viel Geld verfüge, sondern derjenige, dessen Gut geistiger Natur sei. Der Glückliche "kennt keinen, mit dem er tauschen möchte." Für Seneca war das Schicksal vorherbestimmt. Der Mensch könne sein Schicksal annehmen oder ablehnen. Er könne sich aber in Maßen auch dagegen wappnen. Bejahe er es aus eigenem Wollen, dann nutze er seine Freiheit. Der Tod ist naturgegeben: "Gewährt uns die Gottheit noch den morgigen Tag, wollen wir ihn in Freuden annehmen... . Alles Künftige ist ungewiss. Lebe jetzt gleich." Selbstmord wird von Seneca nicht kategorisch ausgeschlossen. Den Tod bezeichnet der Philosoph als "Nicht-Sein" d.h. "Nach mir wird das, was vor mir war." Erkenntnisse sah Seneca als historisch gewachsen an. Sie beruhen auf der Weisheit ihrer Entdecker. Jeder könne dieses Erbe durch eigene geistige Leistungen vergrößern."

wildwuchs - Mi, 1. Nov, 21:29
Trackback URL:
https://wildwuchs1.twoday.net/stories/2880668/modTrackback