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roter-streifen

♥ herzlich willkommen........

SIE sind zwar nicht angemeldet,
ich freu mich aber trotzdem,
dass SIE hier sind:

ummadumma

kommt aus dem ALLGÄU und heisst so viel wie herum, umher, rundum, um die eigene achse, drum herum........und da das mit dem genug kriegen nie genug sein kann, ist der blick über den eigenen tellerrand hinaus, damit zumindest als absicht vorhanden.

umadum

ja...und wei nacha d' ösderreicher immer wos bsonders brauchn.....brauchen die für ihr 'herum-wort' DREI ganze buchstabn weniger....dös hoast dann do blos no: UMADUM (gscheerd!) aber i hob do ja nix zum mödn....do gehts um WORTKUNST = KUNST mit WÖRTERN...host ghert...KUNST....mit SOWAS hom mir im allgäu ja nix z'doa...*gg.....kunst kommt von können....und im allgäu ist das ganze löb'n a kunst!!!

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merktext:

reden ist silber - schreiben ist gold!!!
☼ überm tellerrand ist man ja tolerant
☼ "an amadán le cheoil" = "ich bin der narr der musik"
☼ ommadawn = amadán

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Richard W. B. McCormack, Gert Raeithel
Tief in Bayern. Eine Ethnographie.

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Dan Reeder
Dan Reeder


Pink Floyd
Ummagumma

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dreht sich seit 6894 Tagen
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literatur, film, musik

Dienstag, 7. November 2006

könnt ich nur einmal noch im wind.....

ja, lang lang ist's her ..... und manchmal ist es schön, wenn man an die vergangenheit erinnert wird. ich bin am samstag mal wieder auf so eine spur aus der vergangenheit gestossen - in form einer cassette. sie ist bestimmt schon 20 jahre alt. damals lebte ich im ruhrpott, studierte, interessierte mich für 'selbstverwaltete jugendzentren', trug manchmal latzhosen .... und spielte gitarre..... und wie das so ist, wenn man selbst ein instrument spielt, häufen sich auch im bekannten- und freundeskreis die leute, die irgendwas spielen. und so kam ich zu einer bespielten cassette mit folgendem lied - im original von alexandra - auf meiner cassette gesungen und gespielt von lui ...... die aufnahme wurde übrigens wegen der tonqualität in der duschkabine getaked. mittlerweile hab ich sie digitalisiert.... mit dem sound kann ich nicht dienen, dafür mit dem text des liedes...... er passt n o c h zur jahreszeit.....

An einem Baum, in dem Park der großen Stadt,
Hing unter tausenden Blättern ein Blatt.
Sang der Nachtwind in den Bäumen,
Wiegte sich das Blatt in Träumen
Von der weiten, herrlichen Welt.

Könnt' ich nur einmal wie der Wind - fliegen.....
Mit den Wolken übers Meer,
Ach mein Leben gäb' ich her
Könnt ich fliegen, könnt ich fliegen.

Bald kam der Herbst, gab dem Blatt sein schönstes Kleid,
Doch es klagte den Wolken sein Leid.
Bleiben muss ich und verblühen,
Könnt ich mit den Schwänen ziehen,
Dorthin wo der Sommer nie vergeht.

Da rief der Herbstwind, Du sollst fliegen - fliegen.....
Und er riss vom Baum das Blatt,
Trieb es in die große Stadt,
ließ es fliegen, ließ es fliegen.

Kurz war das Glück, müde sank das Blatt hinab
Auf die Straße, sein regennasses Grab.
Schon am Ende seines Lebens,
Rief das kleine Blatt vergebens
Zu den stummen Häusern hinauf.

Könnt ich nur einmal noch im Wind - fliegen.........
Flög ich hin zu meinem Baum,
Und vergessen wär der Traum vom Fliegen, vom Fliegen......

ALEXANDRA: Der Traum vom Fliegen

Montag, 6. November 2006

"Ojfn Weg"

Das Schönste, Beliebteste, Kostbarste und Vergessenste aus 15 Jahren DAS BLAUE EINHORN. Der Weg des Blauen Einhorn ist lang und verschlungen - und es ist noch nicht am Ziel.....

Deshalb ist DAS BLAUE EINHORN in diesem Herbst wieder auf TOUR. Ich kann einen KONZERTBESUCH nur empfehlen!!!!!

Auftrittsorte:

So 05.11.2006, 20:30
München, Theater Blaue Maus
www.theaterblauemaus.de

Sa 25.11.2006, 20:00
Ansbach, Ansbacher Kammerspiele
www.kammerspiele.com

So 26.11.2006, 19:00
Sonthofen, Sonthofer Kulturwerkstatt
www.kult-werk.de

Mi 29.11.2006, 20:00
Fürth, Kulturforum Schlachthof
www.kulturforum.fuerth.de

Do 30.11.2006, 20:00
Regensburg, Alte Mälzerei
www.alte-maelzerei.de

Fr 01.12.2006, 20:00
Würzburg, Trinitatiskirche
www.rottenbauer.de

So 03.12.2006, 19:00
München, Tollwood, Tief-im-Wald-Bar
www.tollwood.de





Vielleicht kreuzt sich Ihr Weg mit dem des Blauen Einhorn?

2 Stunden voller schönster Musik erleben: Klezmer ((Hörbeispiel), Osteuropa, Chanson, Fado, Rembetiko, Tango, Romalieder (Hörbeispiel), Sinti-Swing ...

Mittwoch, 1. November 2006

verkürbissung....



"DER KÜRBIS WAR BEI DEN GRIECHEN UND RÖMERN SYMBOL FÜR EINEN DUMMKOPF, WEIL ER INNEN HOHL IST." - Hartmut Krones, Professor für Musikalische Stilforschung an der Musikuniversität Wien über den KÜRBIS im Zusammenhang mit der PARODIE des SENECA über die VERGÖTTLICHUNG des toten Kaisers Claudius



APOCOLOCYNTOSIS (griech. 'VERKÜRBISSUNG') nennt sich eine eine anonym veröffentlichte SATIRISCHE schmähschrift die dem römischen literaten SENECA zugeschrieben wird. sie war gegen den römischen kaiser TIBERIUS CLAUDIUS DRUSUS NERO GERMANICUS gerichtet.

in seinem von hass erfülltem, aber dennoch witzigem werk APOCOLOCYNTOSIS (VERKÜRBISSUNG = VERÄPPELUNG), greift, wie auf wikipedia nachzulesen ist, Seneca Claudius wahrscheinlich deswegen an, "um sich für das unter seiner Regierung erlittene Unrecht zu rächen. Grund für die Verfassung der 'KÜRBISWERDUNG DES CLAUDIUS' war wohl vor allem ebenjene tiefe persönliche Abneigung Senecas gegenüber Claudius (seine Verbannung durch Claudius und Messalina). Ebenso sollten mit der Schrift jedoch auch die Erbansprüche des Nero bestärkt werden, die durch dessen direkte Verwandtschaft mit Augustus begründet sind. Dies erklärt die hervorgehobene Stellung des Augustus innerhalb der Schrift. Dieser verwehrt letzten Endes Claudius die VERGÖTTLICHUNG (Apotheosis, vgl. Wortspiel im Titel).Inhaltlich geht es darum, dass Claudius aus dem Leben scheidet, zum Gott erklärt wird und schließlich in den Himmel gelangt. Dort weiß man jedoch nichts mit ihm anzufangen, so dass er sich schließlich in der Unterwelt wiederfindet, wo ihm dann der Prozess wegen seiner Vergehen gemacht wird."

SENECA "befasste sich mit Fragen der rechten Lebensführung, insbesondere der Ethik. Er sah die Gelassenheit als oberste Tugend an: "Das höchste Gut ist die Harmonie der Seele mit sich selbst." Neben Marc Aurel und Cicero zählt er zu den wichtigsten Vertretern der römischen Stoa. Die Vernunft bezeichnete er als "Teil des göttlichen Geistes, versenkt in den menschlichen Körper"....Sklaven bezeichnete Seneca als Mitmenschen. Sein Grundsatz lautete: "Behandele deinen Untergebenen so, wie du von deinem Vorgesetzten behandelt werden möchtest. Sei mild zu deinem Sklaven, geh auch freundschaftlich mit ihm um, ... hole seinen Rat ein, bitte ihn an deinen Tisch... . Sie (Sklaven) sind nicht unsere Feinde, wir machen sie erst dazu." Seneca gehört damit zu den wenigen Denkern der Antike, die sich kritisch mit der Sklaverei auseinander gesetzt haben. Frauen hielt Seneca nicht für geistig erwachsene Menschen und stellte sie auf eine Stufe mit Kindern. "So ist der Zorn vor allem eine Untugend von Frauen und Kindern. ... Ja, auch Männer haben kindische und weibische Charakterzüge." Die römische Sitte, "missgestaltete" Kinder nach der Geburt zu töten, bejahte er ausdrücklich. Seneca betrachtete sich selbst als unvollkommenen Weisen: "Ich preise das Leben, nicht wie ich es führe, sondern wie ich weiß, dass es geführt werden muss." Im Unterschied zu griechischen Vertretern der Stoa stand er Gefühlen nicht grundsätzlich ablehnend gegenüber. Jedoch riet er, Zornesausbrüche zu meiden: "So ist der Zorn vor allem eine Untugend von Frauen und Kindern. (...) Ja, auch Männer haben kindische und weibische Charakterzüge." Ebenso müssten andere Affekte und Leidenschaften wie Lust, Unlust, Begierde und Furcht überwunden werden. Erstrebenswert und erlernbar seien hingegen Gefühle von Glück und Freude. Glücklich sei nicht derjenige, der über viel Geld verfüge, sondern derjenige, dessen Gut geistiger Natur sei. Der Glückliche "kennt keinen, mit dem er tauschen möchte." Für Seneca war das Schicksal vorherbestimmt. Der Mensch könne sein Schicksal annehmen oder ablehnen. Er könne sich aber in Maßen auch dagegen wappnen. Bejahe er es aus eigenem Wollen, dann nutze er seine Freiheit. Der Tod ist naturgegeben: "Gewährt uns die Gottheit noch den morgigen Tag, wollen wir ihn in Freuden annehmen... . Alles Künftige ist ungewiss. Lebe jetzt gleich." Selbstmord wird von Seneca nicht kategorisch ausgeschlossen. Den Tod bezeichnet der Philosoph als "Nicht-Sein" d.h. "Nach mir wird das, was vor mir war." Erkenntnisse sah Seneca als historisch gewachsen an. Sie beruhen auf der Weisheit ihrer Entdecker. Jeder könne dieses Erbe durch eigene geistige Leistungen vergrößern."

Sonntag, 22. Oktober 2006

klein und gross.....

Glaubst du
du bist noch zu klein
um große
Fragen zu stellen?

Dann kriegen
die Großen
dich klein
noch bevor du
groß genug bist.

Erich Fried

Montag, 2. Oktober 2006

Des Teufels Wörterbuch


"Nieder mit der Zivilisation!
Nichts als die Berge und die Wüste für mich!"
tour-literatur.de:"Eine scharfe Zunge hatte er und - eine spitze Feder. Beruf: Soldat und Satiriker, Menschenfeind und Dandy, Abenteurer und Journalist. Leichen, skurrile Existenzen, psychisch Leidende pflasterten seinen literarischen Weg, Verwegenheit und hochmütiger Spott, Tragik und tiefe Einsamkeit wurden zu Leitmotive seines Lebens. Ambrose Bierce war einer der schillerndsten Gestalten im literarischen Amerika des 19. Jahrhunderts - eine personifizierte Provokation, eine erfrischend-gehässige Zumutung in Poetengestalt. Kein Tabu war seinem Zynismus heilig, kein noch so sensibles Thema wurde ausgelassen. Ob es sich um Haupt- und Staatsaktionen handelte oder um die allgemeinen, die kleinen und großen Schwächen des Menschengeschlechts - sein Spott versiegte nie und traf fast immer ins Zentrum bürgerlicher Empfindlichkeit. Bierce war ein Grenzüberschreiter in mehrfacher Hinsicht: Die Grenzen des "guten" Geschmacks, der Pietät, des Anstands und - der eigenen Leidensfähigkeit - überwunden sollten sie werden und überwunden hat er sie - wenn auch um den Preis ungeteilter Anerkennung, literarischer Reputation und menschlicher Zuneigung. "The Bitter Bierce" nannten ihn schon die Zeitgenossen, die seine zynischen Attacken liebten und fürchteten. Und: Er machte diesem Namen alle Ehre. Berühmt wurde er mit seinem "Wörterbuch des Teufels", eine eigenwillige Sammlung bissiger Aphorismen und Epigramme, die Quersumme seiner Menschenverachtung, die Quintessenz seiner Resignation. Vor neunzig Jahren erschien "The Devil`s Dictionary" erstmals in Buchform."
AMBROSE BIERCE (geb. 24. Juni 1842 als zehntes von dreizehn kindern, gestorben 1914: der 71jährige stürzte sich in die wirren des mexikanischen bürgerkriegs und wurde wahrscheinlich von rebellen oder von regierungstruppen hingerichtet).

Projekt Gutenberg: "Bierce ist ein Wegbereiter der modernen Kurzgeschichte. Charakteristisch für sein Gesamtwerk sind Ironie und bissiger Humor." im amerikanischen bürgerkrieg (1861-1865) kämpft BIERCE auf der seite der UNION gegen die rebellischen SÜDSTAATEN. vom trommler arbeitet er sich zum offizier hoch, verliert aber angesichts des menschlichen leids, das für ihn im kriegsgemetzel schier unerträglich wird, zunehmend den glauben an der sinnhaftigkeit des treibens und wird zum radikalen kriegsgegner.

HOLGER DAUER auf der tour-literatur-hp: "Mit Begriffen wie "Patriotismus" oder "Frieden" kann Bierce danach nichts mehr anfangen: Frieden sei letztlich eine "Epoche des Betrügens zwischen zwei Epochen des Kriegführens". Und Patriotismus erweise sich nur allzu oft als erste Zuflucht eines Schurken." mit solchen definitionen legte er den grundstein für sein bekanntestes werk, lt. wikiped seine "zynisch-witzigen Definitionen aus „The Devil's Dictionary“, die zwischen 1881 und 1906 entstanden. Diese sind am ehesten vergleichbar mit Lichtenbergs berühmten Sudelbüchern oder mit Oscar Wilde."

EINIGE KOSTPROBEN aus
THE DEVIL'S DICTIONARY (1911)
(originaltext)
ADMIRATION – Bewunderung: Unser höfliches Eingeständnis, dass jemand uns selber ähnelt
AFFEKTION, die – In der Moral eine Empfindung; in der Medizin eine Krankheit. Für eine junge Frau bedeutet ein Affektion des Herzens Liebe; für einen Arzt mag sie degenerative Verfettung bedeuten. Der Unterschied ist nominell.
APHORISM – Gedankensplitter: Vorgekaute Weisheit
APPLAUSE – Beifall: Das Echo auf einen Gemeinplatz
ARMEE, die – Unproduktive Einrichtung, die eine Nation verteidigt, indem sie alles verschlingt, was einen Feind zur Invasion reizen könnte.
BAIT – Köder: Ein Präparat, das den Angelhaken genießbarer macht. Der beste Köder: Schönheit
BELLADONNA: Im Italienischen eine schöne Frau; im Englischen ein tödliches Gift. Ein treffendes Beispiel dafür, dass die beiden Sprachen im wesentlichen übereinstimmen
CONSULT – Befragen: Die Zustimmung eines anderen zu einem bereits beschlossenen Handlungsablauf suchen
CYNIC – Zyniker: Ein Schurke, dessen falsche Sehweise die Dinge sieht, wie sie sind, nicht wie sie sein sollten
DARING – Wagemut: Eine der auffälligsten Eigenschaften des in Sicherheit lebenden Menschen
DEBT – Schuld: ein raffinierter Ersatz für die Kette und Peitsche des Sklavenaufsehers
DESTINY – Schicksal: Eines Despoten Ermächtigung für Verbrechen und eines Narren Ausrede für Versagen
DESTILLE, die – Einrichtung zur Herstellung und Verbreitung roter Nasen. Desgleichen danken wir der Destille eine besondere Errungenschaft: den geschwätzigen Abstinenzler.
DIPLOMATIE, die – Die patriotische Kunst, gegen Bezahlung für sein Vaterland zu lügen.
DISOBEDIENCE – Ungehorsam: Der Silberstreif an der Wolke der Knechtschaft
EHRLICH, adj. – Im Geschäftsleben schwerbehindert.
ELSTER, die – Vogel, dessen Hang zum Diebstahl die Mutmaßung nahe legt, man könnte ihn zum Reden bringen.
FINANCE – Finanzwesen: Die Kunst, Einkünfte so zu verwalten, dass der Verwalter am meisten davon hat
IRRELIGION – Unglaube: Die wichtigste der großen Weltreligionen
KLEPTOMANIAC – Kleptomane: Ein reicher Dieb
LABOR – Erwerbsarbeit: Einer der Vorgänge, durch die A Eigentum für B erwirbt
LAZINESS – Faulheit: Unverantwortliche Gelassenheit eines Menschen niederen Standes
LITIGATION – Rechtsstreit: Ein Mechanismus, in den man als Schwein hineingeht und als Wurst herauskommt
LOVE - Liebe: Eine vorübergehende Form der Geisteskrankheit, die im Allgemeinen durch Heirat geheilt wird
NOISE – Lärm: Gestank im Ohr. Hauptprodukt und Echtheitszeichen der Zivilisation
OPPOSE – Opponieren: Durch Widerstände und Einwände Beihilfe leisten
OUTDO – Übertreffen: Sich jemanden zum Feind machen
PLATITUDE – Gemeinplatz: Hauptbestandteil und besonderer Stolz der Unterhaltungsliteratur. Eine Moral ohne Fabel. Ein ausgetrocknetes Spottgedicht
POLITENESS – Höflichkeit: Die annehmbarste Form der Heuchelei
POSITIVE – Überzeugt: Aus voller Kehle irren
PRESIDE – Vorsitz führen: Die Tätigkeit einer beratenden Gruppierung auf ein gewünschtes Ergebnis hinlenken
REPORTER – Berichterstatter: jemand der sich schreibend zur Wahrheit vortastet, und sie mit einem Schwall von Worten verjagt
RESIGN – Verzichten: Einer Ehre um eines Vorteils willen entsagen. Einem Vorteil um eines größeren Vorteils willen entsagen
RESPONSIBILITY – Verantwortung: Eine abnehmbare Last, die sich leicht auf die Schultern Gottes, des Schicksals, des Glücks, des Zufalls, oder des Nächsten umladen lässt. In den Tagen der Astrologie war es üblich, sie einem Stern aufzubürden
VALOR – Tapferkeit: Soldatische Mischung aus Eitelkeit, Pflichtgefühl und der Hoffnung des Glücksspielers
VITUPERATION – Schmähung: Satire, wie Dummköpfe und alle sonstwie geistig Behinderten sie verstehen
VOTE – Wählerstimme: Werkzeug und Sinnbild der Macht eines freien Menschen, sich zum Narren zu machen und sein Land zugrundezurichten
ZEAL – Eifer: Eine bestimmte Nervenkrankheit, welche über die jungen und unerfahrenen Leute kommt

wenn du, liebes Allerweltsteufelchen jetzt noch lust auf ein kostenloses hörbuch hat, kannst du dir DIE HAUSIERER von AMBROS BIERCE (kostenlos) anhören. BIERCE gilt auch - mit E.A.POE und H.P.LOVECRAFT als erfinder der modernen horrorliteratur ....... ich wünsche dir viel spass!!....................

Dienstag, 19. September 2006

es gibt immer was zu tun...



Blixa BARGELD

Freitag, 11. August 2006

das stöhnen .....

manchmal habe ich einfach irgendwie sätze im kopf, melodiefetzen, buchtitel, bilder ..... manchmal denke ich, ES macht, was ES will. aber das passiert nur, wenn ich zeit habe. dann, wenn mir nicht eine ellenlange liste von aufgaben und dingen, die ich nicht vergessen darf, die stirn verhängen. und ich geniesse diese blitze. sie zeigen mir, dass ich innerlich noch in bewegung, noch nicht abgestorben bin. vielleicht sind diese fetzen ja immer da. vielleicht richte ich meine aufmerksamkeit aber eben nur, wenn ich nicht unter druck stehe darauf. fakt ist, dass ich grad vorher beim kaffeekochen den satz vom stöhnen meines mitmenschen vom klo nebenan im kopf hatte. er ist von konstantin wecker. im buch 'Konstantin Wecker, Lieder und Gedichte', finde ich es unter, 'Ich will noch eine ganze Menge leben', von 1978, auf seite 196. damals war er noch richtig böse, seine wortwahl drastisch ....

vorher über kapitalmärkte gesprochen
mit allem geschmückt
was man in seiner situation benötigt
unter anderem dieser schwungvolle
südafrikagang
dieses miniimperialistenlächeln
selbst in den ellenbogenspitzen
noch als senatorklassemensch erkennbar.
und jetzt hockt er auf dem
airportscheisshaus
kaum eine armlänge entfernt von mir
unüberriechbar
und stöhnt.
ich kann leider seine anstrengungen nicht sehen
diesem akt der nackten menschlichkeit
vornehme würde zu verleihen -
umsonst.
er stöhnt nicht anders, als einer dieser
stinkenden nigger
die er so gerne zum arschauswischen
abkommandieren würde
nur eben ängstlicher hilfloser.
ich denke
das ist der punkt wo man sie kriegen müsste:
beim scheissen.
knöpfchen drücken.
runterspülen.
fertig.

mir treibt das gedicht fast ein lächeln ins gesicht, das allerdings durch den durch die zeilen schimmernden hass sofort gefriert ....
was bleibt ist eine art ohnmacht.

Sonntag, 6. August 2006

der regen rinnt.....




Der Regen rinnt schon tausend Jahr,
Die Häuser sind voll Wasserspinnen,
Seekrebse nisten mir im Haar
Und Austern auf des Domes Zinnen.

Der Pfaff hier wurde eine Qualle,
Seepferdchen meine Nachbarin.
Der blonde Seestern streckt mir alle
Fünfhundert Fühler zärtlich hin.

Es ist so dunkel, kalt und feucht.
Das Wasser hat uns schon begraben......



KLABUND

Freitag, 4. August 2006

dunkle wolken....

es geht eine dunkle wolk' herein ... mich deucht, es wird ein regen sein .... ein regen aus den wolken .... wohl in das grüne gras.... und kommst du, liebe sonn nit bald .... so weset alls im grünen wald .... und all die schönen blumen .... die haben müden tod ....


dieses insgesamt drei strophen umfassende lied hat mit dem ursprünglichen text aus der zeit des 30jährigen krieges nicht mehr viel ähnlichkeit. "Der Liedtext dieser Fassung sucht mittels Natursymbolen, wie eben der „dunklen Wolke“, Stimmungen und hereinbrechendes Unheil zu beschreiben. Allerdings ist zu bedenken, dass dieser Symbolgehalt eben nicht zeitgenössisch ist, sondern dem beginnenden 20. Jahrhundert entstammt." es passt jedenfalls nicht nur zum derzeitigen wetter, das von einem extrem ins andere schwingt ....

Mittwoch, 26. Juli 2006

cool tour...

mir ist nach einer coolen tour.....ähm....ich meine natürlich nach kultur. hatte ich am montagmorgen noch mit dem gedanken gespielt, mir am wochenende vielleicht mein brech(t)-shirt erbrechanzuziehen und nach augsburg zu fahren, ereilte mich jäh gestern abend der ruf der barden aus dem fernen franken. dort findet am kommenden wochenende (FR/SA/SO) das 31. BARDENTREFFEN und zwar in nürnberg statt ............ ....unter anderem mit CHUMBAWAMBAatheistchumbablackcrop ....... ...... ähm, kommt die band irgendwem bekannt vor? ... und .... nein, ich werde keine neue umfrage starten :-))..... ihre texte sind nicht jedermanns bzw. jederfraus geschmack .... ihre musik übrigens auch nicht... ....(----> wer mag, kann ja mal ? p r o b e h ö r e n !!!!)...... jedenfalls war ich überrascht, als ich ihren namen im diesjährigen programm gelesen hab....hätt' ich nicht erwartet.....nun ja, ich denke, sie werden dort v.a.d. ihre neue cd spielen.....the second most favourite singer I want to hear is DAN REEDER: "Auf dem Klarissenplatz wird er von Chris Schmitt, Klaus Brandl, Jasmin Dazert und Andrea Fleissner unterstützt." und damit bin ich schon bei meinem dritten mann........t h e m o s t f a v o u r i t e o f a l l ........ the one and only ..........KLAUS BRANDL....einer der genialsten musiker nürnbergs.....u.a. tritt er neben Dan Reeder auch mit FITZGERALD KUSZ auf ...(genau, derjenige, der 'SCHWEIG BUB' geschrieben hat) .... zusammen mit dem legendären harp-spieler CHRIS SCHMITT sind 'die drei' als BLUES & KUSZ zu hören, zu sehen und natürlich zu geniessen ....in dieser formation haben sie schon eine cd produziert und einiges an auftritten absolviert ........ alles in allem ein buntes programm und nur vom feinsten .... also ... noch heute unc morgen arbeiten und dann....auf geht's nach nürnberg .... die barden warten....



♥♥♥


ich grüsse meinen BLOG-FREUND
ALLERWELTSTEUFELCHEN

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wildwuchs - Di, 4. Dez, 19:35

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....und i nur a zwerg.....
....♥♥♥......
Wolfgang Ambros/M.O. Tauchen/
Joesi Prokopetz

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