grad eben....da war es wieder, das wort 'gedankensprung'.
seit sonntagmorgen um fünf uhr morgens - kurz vor dem einschlafen - verfolgt ES mich jetzt. da dachte ich doch tatsächlich darüber nach, warum ich bei meinen gedanken nicht von 'sprüngen' sondern von 'hüpfern' sprechen würde.....formulierte ein paar sätze im kopf....über denen ich dann aber, ob der frühen stunde einschlief. die sätze hab ich natürlich längst vergessen, aber das thema lässt mich nicht los.....
punctum saliens, 'der springende punkt' steht für die entscheidende frage. aber die entscheidende frage ist für mich im moment nicht, ob es tatsächlich einen unterschied zwischen gedankensprüngen und gedankenhüpfern gibt.

im gegensatz zu punkten sind gedanken selten klar begrenzbar. kaum meint man, sich EINEM angenähert zu 'haben', ist ER schon wieder weg..... oder noch schlimmer, ein anderer gesellt sich zu diesem und noch einer und noch einer.....
ein sprung ist für mich etwas sehr genau nachvollziehbares....klar begrenztes ......eindeutiges.....im zusammenhang mit gedanken aber vor allen dingen auch etwas von meinem willen steuerbares. haben sie schon mal versucht einen springenden oder hüpfenden gedanken zu fassen, von steuern nicht zu reden? versuchen sie es doch mal! also bei mir klappt das nur bedingt. je mehr ich mich einem gedanken annähere, umso komplexer wird er, je konkreter ich versuche einen gedanken zu fassen, umso paradoxer wird die sache. haben sie sich schon mal ein wort dreimal, viermal, fünfmal laut vorgesagt - vielleicht sogar mit verschiedenen betonungen und dabei dem klang des wortes gelauscht? welchen effekt haben sie dabei beobachtet?
um einen gedanken zu begrenzen, braucht man einen anderen gedanken - und das ufert aus, das ist die crux! radikale gedankenbegrenzer wundern sich dann oft, wenn sie vor einer plötzlichen leere, einer gedanklichen sackgasse stehen.
ach, sie meinen, das wäre alles nur eine sache der konzentration?
sie meinen, man müsse seine gedanken an die kette legen???? - ich müsste etwas mehr denkdisziplin üben?..... ähäm.....na, ich weiss ja nicht (räusper), vielleicht will ich das ja gar nicht....und.....vielleicht verstehe ich unter konzentration ja was anderes....
eigentlich ist es mit den gedanken wie mit kleinen kindern: sie wuseln durch die gegend und entdecken dabei sich selbst und die welt....sie haben also eine eigendynamik, die sich durch das eigene tun steuert.....
naja...wie auch immer, ich hüpfe jetzt erstmal ins bett.....