noi itta.....
bei diesen zwei worten kommt es entscheidend auf die betonung an. der ausdruck mit fragendem tonfall umschreibt einen ausruf der verwunderung im sinne von 'tatsächlich?' 'ja, wirklich'. sieht man den/die die-worte-aussprechende(n) verbal eher mit nachdruck auf den boden stampfen, lehnt der-/diejenige etwas hartnäckig ab. er oder sie ist absolut unwillig, etwas zu tun. natürlich gibt es auch bei 'noi itta', wie bei allen äusserungen den fall, dass sie nur dazu dient, dem anderen zu signalisieren, dass man noch da ist und ihr/ihm zuhört und dass er/sie ruhig weiter erzählen kann. ersatzweise kann statt 'itta' auch 'itt' verwendet werden. da aber im allgäuerischen, wie auch im türkischen gerne mit lauten gemalt wird, hat sich das wort mit dem 'a' am schluss durchgesetzt. ein buchstabe mehr ist eine beachtliche kulturelle leistung, wenn man bedenkt, dass die allgäuer im grossen und ganzen eher wortkarg sind. in den letzten tagen, habe ich übrigens bei meinem umgang mit kindern, erstens meinen allgäuer wortschatz wieder mal gepflegt und erweitert und zweitens einiges über fussball gelernt. ich weiss jetzt nicht nur, mit welcher nummer ballack spielt, sondern auch, dass die deutschlandfahne in den köpfen der kinder wirklich allgegenwärtig ist. dass schirmmützen in den nationalfarben bemalt werden, leuchtet mir ja noch ein. ins grübeln bin ich erst gekommen, als ich gesehen habe, dass sogar selbstgebastelte kreisel in schwarz-rot-gold gestaltet wurden.


wildwuchs - Mi, 14. Jun, 09:46
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