devil in disguise.......
ganz harmlos kam der satz 'KUNST KOMMT VON KÖNNEN und im allgäu ist DAS GANZE LÖB'N A KUNST' heute morgen daher....ich brachte karl valentin damit in verbindung. und karl valentin find' ich gut, joseph goebbels weniger. wie ich in diesem zusammenhang jetzt auf den komme, erfahren
sie hier. ich bin davon überzeugt, dass der satz, trotz seiner schwere richtig ist, da das leben für viele menschen im allgäu und anderswo, früher und heute nicht gerade leicht war und ist. einen bedrückenden einblick in dieses leben zeigt z.b. der film die schwabenkinder. 'man hat's nicht leicht, aber leicht hat's einen', pflegte meine mutter zu sagen. manchmal hat man's schwer mit dem leben und manchmal will man mehr als man kann. KUNST ist mehr als KÖNNEN und das ist alles andere als leicht. auch zum leben gehört mehr, als irgendwann einmal geboren worden zu sein, alt zu werden und dann zu sterben. ersetzen sie in folgendem text doch einfach mal das wort 'kunst' durch das wort 'leben':
zitat holger münzer: "Kunst setzt Können als selbstverständlich voraus. Können alleine reicht aber nicht aus. Über Kunst läßt sich streiten, der Kunstbegriff ist in dauerndem Wandel. Kunst ist ein Phänomen, sie ist irrational und läßt sich rational nicht erklären. Kunst ist die gestalterische Tätigkeit des schöpferischen Menschengeistes und steht oft im Gegensatz zur Natur, dem Selbstgewachsenen und zum reinen Handwerk, dem technisch Nachschaffenden..... Gestaltung setzt Gestaltungswillen und Gestaltungskraft sowie Vorstellungskraft voraus......"
LEBEN ist also in erster linie GESTALTERISCHE TÄTIGKEIT, trotzdem aber nicht gleichzusetzen mit jedwedem TUN. TUN kann gezielt, aber auch spontan und improvisiert stattfinden. handlungen können positiv und negativ wirken. TUN TUT.....nur was und wie, wozu und wohin???......schaffe schaffe häusle baue?....oder ....nach de mädle schaue (ähm....vertippt.....bzw. einfach nur drauflosgetippt.......spass beiseite.....sehen sie.... genau diesen unterschied meinte ich.....tzzzzzzz)
der PROZESS ( von lateinisch: processus fortschreiten, fortgang) ist kunstvoll, weniger die tätigkeit selbst: zitat Ambrose Bierce: "Ein Prozess ist eine Maschinerie, die man als Schwein betritt und als Wurst verlässt." es kommt also immer darauf an, was man unter FORTSCHRITT versteht..........
der fortschrittsbegriff, der die verbindung von kunst und leben m.e. am weitestgehenden beinhaltet, zeigt sich im ENGEL DER GESCHICHTE:
"Es gibt ein Bild von
Paul Klee,
das
ANGELUS NOVUS
heißt.

Ein Engel ist darauf dargestellt,
der aussieht, als wäre er im Begriff,
sich von etwas zu entfernen, worauf er starrt.
Seine Augen sind aufgerissen, sein Mund
steht offen und seine Flügel sind aufgespannt.
Der Engel der Geschichte muß so aussehen.
Er hat das Antlitz der Vergangenheit zugewendet.
Wo eine Kette von Gegebenheiten vor uns erscheint,
da sieht er eine einzige Katastrophe,
die unablässig Trümmer auf Trümmer häuft
und sie ihm vor die Füße schleudert.
Er möchte wohl verweilen, die Toten wecken
und das Zerschlagene zusammenfügen.
Aber ein Sturm weht vom Paradiese her,
der sich in seinen Flügeln verfangen hat
und so stark ist, daß der Engel sie nicht mehr schließen kann.
Dieser Sturm treibt ihn unaufhaltsam in die Zukunft,
der er den Rücken kehrt, während der Trümmerhaufen
vor ihm zum Himmel wächst.
Das was wir Fortschritt nennen, ist dieser Sturm."
Walter Benjamin
sie hier. ich bin davon überzeugt, dass der satz, trotz seiner schwere richtig ist, da das leben für viele menschen im allgäu und anderswo, früher und heute nicht gerade leicht war und ist. einen bedrückenden einblick in dieses leben zeigt z.b. der film die schwabenkinder. 'man hat's nicht leicht, aber leicht hat's einen', pflegte meine mutter zu sagen. manchmal hat man's schwer mit dem leben und manchmal will man mehr als man kann. KUNST ist mehr als KÖNNEN und das ist alles andere als leicht. auch zum leben gehört mehr, als irgendwann einmal geboren worden zu sein, alt zu werden und dann zu sterben. ersetzen sie in folgendem text doch einfach mal das wort 'kunst' durch das wort 'leben':
zitat holger münzer: "Kunst setzt Können als selbstverständlich voraus. Können alleine reicht aber nicht aus. Über Kunst läßt sich streiten, der Kunstbegriff ist in dauerndem Wandel. Kunst ist ein Phänomen, sie ist irrational und läßt sich rational nicht erklären. Kunst ist die gestalterische Tätigkeit des schöpferischen Menschengeistes und steht oft im Gegensatz zur Natur, dem Selbstgewachsenen und zum reinen Handwerk, dem technisch Nachschaffenden..... Gestaltung setzt Gestaltungswillen und Gestaltungskraft sowie Vorstellungskraft voraus......"
LEBEN ist also in erster linie GESTALTERISCHE TÄTIGKEIT, trotzdem aber nicht gleichzusetzen mit jedwedem TUN. TUN kann gezielt, aber auch spontan und improvisiert stattfinden. handlungen können positiv und negativ wirken. TUN TUT.....nur was und wie, wozu und wohin???......schaffe schaffe häusle baue?....oder ....nach de mädle schaue (ähm....vertippt.....bzw. einfach nur drauflosgetippt.......spass beiseite.....sehen sie.... genau diesen unterschied meinte ich.....tzzzzzzz)
der PROZESS ( von lateinisch: processus fortschreiten, fortgang) ist kunstvoll, weniger die tätigkeit selbst: zitat Ambrose Bierce: "Ein Prozess ist eine Maschinerie, die man als Schwein betritt und als Wurst verlässt." es kommt also immer darauf an, was man unter FORTSCHRITT versteht..........
der fortschrittsbegriff, der die verbindung von kunst und leben m.e. am weitestgehenden beinhaltet, zeigt sich im ENGEL DER GESCHICHTE:
"Es gibt ein Bild von
Paul Klee,
das
ANGELUS NOVUS
heißt.

Ein Engel ist darauf dargestellt,
der aussieht, als wäre er im Begriff,
sich von etwas zu entfernen, worauf er starrt.
Seine Augen sind aufgerissen, sein Mund
steht offen und seine Flügel sind aufgespannt.
Der Engel der Geschichte muß so aussehen.
Er hat das Antlitz der Vergangenheit zugewendet.
Wo eine Kette von Gegebenheiten vor uns erscheint,
da sieht er eine einzige Katastrophe,
die unablässig Trümmer auf Trümmer häuft
und sie ihm vor die Füße schleudert.
Er möchte wohl verweilen, die Toten wecken
und das Zerschlagene zusammenfügen.
Aber ein Sturm weht vom Paradiese her,
der sich in seinen Flügeln verfangen hat
und so stark ist, daß der Engel sie nicht mehr schließen kann.
Dieser Sturm treibt ihn unaufhaltsam in die Zukunft,
der er den Rücken kehrt, während der Trümmerhaufen
vor ihm zum Himmel wächst.
Das was wir Fortschritt nennen, ist dieser Sturm."
Walter Benjamin
wildwuchs - Mo, 26. Jun, 09:31
Trackback URL:
https://wildwuchs1.twoday.net/stories/2239527/modTrackback